Warum diesen IPv6-Subnetzrechner verwenden?
128 Bit, hexadezimale Notation, 8 Gruppen mit Doppelpunkt-Trennung. IPv6-Subnetze im Kopf berechnen ist keine Option. Dieses Tool liefert Netzwerkgrenzen, Reverse-DNS und Adresstyp in Millisekunden.
Typische Anwendungsfälle:
- Netzwerkplanung: Dimensionieren Sie /48-, /56- oder /64-Subnetze nach RFC 6177
- Reverse-DNS: Generieren Sie ip6.arpa-Einträge für PTR-Records (RFC 3596)
- Adressprüfung: Validieren Sie IPv6-Adressen und Präfixlängen vor dem Deployment
- Dokumentation: Kopieren Sie erweiterte und komprimierte Formen nach RFC 5952
Was ist eine IPv6-Adresse?
Eine IPv6-Adresse umfasst 128 Bit. Sie wird als 8 Gruppen von je 4 Hexadezimalziffern geschrieben, getrennt durch Doppelpunkte. Die Notation :: komprimiert aufeinanderfolgende Nullgruppen (RFC 5952).
Beispiel:
Komprimiert: 2001:db8::1
Erweitert: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001
Das CIDR-Präfix (z. B. /64) trennt Netzwerk- von Host-Bits. Bei /64 identifizieren 64 Bits das Netzwerk. Die restlichen 64 Bits stehen für Hosts bereit.
So berechnen Sie ein IPv6-Subnetz
Drei Schritte, ein Prinzip: die CIDR-Präfixlänge bestimmt alles.
- Präfix isolieren: Die ersten N Bits bilden die Netzwerkadresse
- Host-Bits berechnen: 128 - N = verfügbare Bits für Hosts
- Bereich ableiten: Netzwerkadresse (Host-Bits = 0) bis letzte Adresse (Host-Bits = 1)
Beispiel: 2001:db8:abcd::/48
| Element | Wert |
|---|---|
| Präfix | /48 (48 Netzwerk-Bits) |
| Host-Bits | 80 Bits |
| Anzahl Adressen | 2^80 (ca. 1,2 × 10^24) |
| Mögliche /64-Subnetze | 65.536 (2^16) |
Tabelle gängiger IPv6-Präfixe
| Präfix | Typische Verwendung | Adressen | /64-Subnetze |
|---|---|---|---|
| /128 | Einzelner Host (Loopback, Anycast) | 1 | 0 |
| /127 | Punkt-zu-Punkt-Link (RFC 6164) | 2 | 0 |
| /64 | Standard-LAN, erforderlich für SLAAC (RFC 4862) | 2^64 | 1 |
| /56 | Privatkunde, typische ISP-Zuweisung (RFC 6177) | 2^72 | 256 |
| /48 | Standort- oder Unternehmenszuteilung | 2^80 | 65.536 |
| /32 | ISP-Zuteilung durch RIR | 2^96 | 4.294.967.296 |
Ein /32 enthält über 4 Milliarden /64-Subnetze. Jedes einzelne bietet 2^64 Adressen.
Unterschiede zwischen IPv4- und IPv6-Subnetzen
| Merkmal | IPv4 | IPv6 |
|---|---|---|
| Adressgröße | 32 Bit (4,3 Mrd. Adressen) | 128 Bit (3,4 × 10^38 Adressen) |
| Maskennotation | Dezimal (255.255.255.0) oder CIDR | Nur CIDR (/N) |
| Broadcast | Ja, letzte Adresse reserviert | Nein, ersetzt durch Multicast (ff02::1) |
| Standard-Subnetz | /24 (254 nutzbare Hosts) | /64 (2^64 Hosts) |
| Nutzbare Adressen | Gesamt minus 2 (Netzwerk + Broadcast) | Alle Adressen im Block nutzbar |
| Autokonfiguration | DHCP erforderlich | SLAAC (RFC 4862) oder DHCPv6 |
Kernunterschied: IPv6 kennt kein Broadcast. Die letzte Adresse im Subnetz ist nutzbar. Für IPv4-Subnetze mit Broadcast und nutzbarem Host-Bereich nutzen Sie den IPv4-Netzmaskenrechner.
IPv6-Adresstypen
Jede IPv6-Adresse gehört zu einem definierten Typ. Das Tool erkennt ihn automatisch.
| Typ | Präfix | Verwendung |
|---|---|---|
| Global Unicast | 2000::/3 | Öffentlich routbar, weltweit eindeutig (RFC 3587) |
| Link-Local | fe80::/10 | Nur im lokalen Segment, automatisch generiert |
| Unique Local (ULA) | fd00::/8 | Privat, nicht routbar im Internet (RFC 4193) |
| Multicast | ff00::/8 | Gruppenadressierung, ersetzt Broadcast |
| Loopback | ::1/128 | Lokale Schnittstelle, Pendant zu 127.0.0.1 |
| IPv4-mapped | ::ffff:0:0/96 | IPv4-Adresse im IPv6-Format eingebettet |
Hinweis: ULA nutzt in der Praxis fd00::/8. Der übergeordnete Block fc00::/7 ist reserviert, aber fc00::/8 wurde nie zugewiesen.
Reverse-DNS mit ip6.arpa
Reverse-DNS ordnet einer IPv6-Adresse ihren Hostnamen zu (PTR-Record). IPv6 nutzt dafür die Zone ip6.arpa: Jedes Nibble (4 Bits) der erweiterten Adresse wird einzeln, in umgekehrter Reihenfolge und durch Punkte getrennt notiert.
Beispiel: 2001:db8::1
Erweitert: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001
ip6.arpa: 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa
Der IPv6-Subnetzrechner erzeugt diesen ip6.arpa-Eintrag automatisch aus jeder eingegebenen Adresse, ohne manuelles Umkehren der Nibbles.
❓ FAQ - Häufig gestellte Fragen
F: Was ist ein IPv6-Subnetz?
A: Ein IPv6-Subnetz ist eine logische Unterteilung des 128-Bit-Adressraums. Die Standardgröße /64 bietet 2^64 Adressen pro LAN, definiert in RFC 4291.
F: Welche Präfixlänge sollte ich wählen?
A: /64 für ein LAN (erforderlich für SLAAC). /48 für einen Standort, /56 für Privatkundenanschlüsse, /32 für ISP-Zuteilungen, /128 für einen einzelnen Host.
F: Hat IPv6 Broadcast-Adressen?
A: Nein. IPv6 ersetzt Broadcast durch Multicast (ff02::1 für alle Knoten). Die letzte Adresse eines Subnetzes ist nutzbar, anders als bei IPv4.
F: Was ist Reverse-DNS bei IPv6?
A: Reverse-DNS für IPv6 nutzt ip6.arpa. Jedes Nibble (4 Bits) wird umgekehrt und durch Punkte getrennt. Dieser Rechner generiert den Eintrag automatisch.
F: Was passiert, wenn ich kein Präfix angebe?
A: Das Tool setzt /64 als Standard. Das entspricht der von RFC 4291 empfohlenen Subnetzgröße für alle LANs.
F: Was ist eine IPv4-mapped-IPv6-Adresse?
A: Eine Adresse im Bereich ::ffff:0:0/96 (z. B. ::ffff:192.0.2.1). Sie bettet eine IPv4-Adresse ins IPv6-Format ein und dient dem Übergang zwischen beiden Protokollen.
F: Wie funktioniert die CIDR-Notation bei IPv6?
A: Die CIDR-Notation gibt die Anzahl der Netzwerk-Bits an. 2001:db8::/32 reserviert die ersten 32 Bits fürs Netzwerk. Die übrigen 96 Bits stehen für Subnetze und Hosts bereit.
Ergänzende Tools
| Tool | Nutzen |
|---|---|
| Whois IP-Abfrage | Eigentümer, ASN und Zuteilung einer IP-Adresse ermitteln |
| Reverse DNS | Den Hostnamen (PTR) zu einer IP-Adresse ermitteln |
| IP-Blacklist-Check | Eine IP-Adresse gegen die wichtigsten Blacklists prüfen |
| IPv4-Netzmaske | Netzwerk, Broadcast und Host-Bereich einer IPv4-Adresse berechnen |